Politik
Smartphones im Schulalltag
Positionsbasis zur digitalen Präsenz in Schule, Hort und Gemeinde
Smartphones, Smartwatches und Social Media sind allgegenwärtig – auch in Schule, Hort und anderen Jugendangeboten der Gemeinde. Damit Kinder und Jugendliche gesunde Gewohnheiten entwickeln können, braucht es klare Rahmenbedingungen.
Gemeindeweite Leitlinien für die Nutzung digitaler Geräte in allen betreuten Räumen
Wir setzen uns für einen gemeinsamen Orientierungsrahmen ein, der in allen Schulen, Tagesstrukturen und Jugendangeboten zur Anwendung kommt. Dabei geht es nicht um Kontrolle, sondern um klare Erwartungen, die für alle Beteiligten nachvollziehbar sind. Diese Leitlinien sollen durch Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Gemeinde entstehen und Raum für lokale Anpassungen lassen, damit sie tragfähig und praxisnah sind.
Förderung eines bewussten und respektvollen Umgangs mit digitalen Medien
Kinder und Jugendliche brauchen mehr als Verbote – sie brauchen Orientierung. Durch pädagogische Begleitung, altersgerechte Gespräche und Vorbilder lernen sie, mit digitalen Medien verantwortungsvoll umzugehen. Wir möchten Rahmenbedingungen schaffen, in denen Reflexion, Empathie und Medienkompetenz selbstverständlich gefördert werden.
Schutz der psychischen Gesundheit und der sozialen Entwicklung
Digitale Reizüberflutung, ständige Erreichbarkeit und Vergleichsdruck wirken sich zunehmend auf das Wohlbefinden junger Menschen aus. Klare Regeln im Schul- und Gemeindekontext helfen, Pausen und soziale Begegnungen wieder bewusst zu gestalten. Wir wollen Umgebungen fördern, in denen sich Kinder sicher und gesehen fühlen – analog wie digital.
Frühe Stärkung von Selbstregulation und Eigenverantwortung
Selbstregulation ist eine Fähigkeit, die sich nicht von heute auf morgen entwickelt. Deshalb braucht es einen geschützten Rahmen, in dem Kinder Fehler machen dürfen, daraus lernen und schrittweise mehr Verantwortung übernehmen. Klare Regeln geben Halt – und die Möglichkeit, im sicheren Raum zu wachsen.
Einbezug von Eltern, Betreuungspersonen und Fachstellen in einen gemeinsamen Dialog
Digitale Themen betreffen nicht nur die Schule, sondern das ganze soziale Umfeld des Kindes. Deshalb setzen wir auf einen respektvollen Dialog zwischen allen Beteiligten. So entstehen tragfähige Lösungen, die von allen mitgetragen werden – auch bei unterschiedlichen Meinungen. Nur gemeinsam können wir eine Kultur des Miteinanders im digitalen Zeitalter entwickeln.